Illustration Der Sardane

Der traditionelle Tanz

Der Sardane ist der populärste katalanische Tanz, der unter allen anderen am besten Katalonien symbolisiert. Es ist  ein Tanz unter freiem Himmel (auf dem Kathedralenvorplatz, in den Straßen, auf den Plätzen der Städte und Dörfer), ein Tanz der Freude und der Brüderlichkeit, sonnig durch seine Art, mediterran durch seinen Takt.

Diese spezielle musikalische Gesamtheit, die durch die Interpretation des Sardane zum Ausdruck gebracht wird, ist einzigartig in der Welt. Die COBLA setzt sich aus den folgenden Instrumenten zusammen: ein Chalumeau und ein Tambourin (« fabiol » und « tambori »), die durch einen einzigen Musiker gespielt werden; zwei « tibles » und zwei « tenores » (Instrumente, die der gleichen Familie wie die Oboe angehören) ; Trompeten, eine Ventilposaune, zwei « fiscorns » (ähnlich wie ein Saxophon) und eine Trompete und eine zweite Posaune.

Von den Flachländern des Roussillon und der Empordà (Heimat des heutigen Sardane) bis über die Mündung der Ebre (Fluss in Spanien, 928 km Länge) hinaus, ist der Sardane eine Einladung zum Fest, eine Einladung nach Katalonien zu kommen.

Die Barretina

Dieser Bestandteil des traditionellen maskulinen Kostüms wurde als Symbol und als Zeichen der Zugehörigkeit zu Katalonien angesehen. Diese Art Hut hat eine halbrunde Grundform. Die Barretina (katalanische Mütze) kann rot, violett, grau oder auch schwarz sein. Die Art sie auf dem Kopf zu tragen oder sie zusammenzuklappen variiert abhängig von den Orten und "sozialen Klassen", die sie benutzen. Wenn sie auf der Vorderseite geknickt ist, nennt man sie la barretina plana, wenn sie auf der Seite eingeknickt ist, ist es eine barretina de garbi.

Die Barretina war überwiegend ein Merkmal der Menschen, die nahe am Meer gelegen wohnen aber wurde auch von Hirten und Bauern getragen. Sie wurde anlässlich städtischer Veranstaltungen genutzt, so z. B. bei der großen Kundgebung für den Protektionismus, in Barcelona im Jahr 1882.

Das gängige Tragen der Barretina begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu vergehen, doch ihre symbolische Stärke ist noch immer in zahlreichen literarischen Werken dieser Zeit genutzt worden, besonders in den Jocs Florals (katalanisch für Blumenspiele, eine Art mittelalterlicher Dichterwettstreit). In den Werken hat die Barretina teilweise ein Symbol der Freiheit übernommen, andernfalls hat sie die ländlichen Werte zum städtischen Konformismus oder aber die Beherztheit und den Mut der Katalanen symbolisiert.

La barretina war der Titel einer literarischen und politischen Wochenzeitschrift, die zeitweise zwischen 1868 und 1904 in Barcelona veröffentlicht wurde. Auf der anderen Seite erschienen die Personen, die die Volkszeitungen Cu-Cut (1902) und En Patufet (1904) symbolisierten ebenfalls immer mit der typischen roten Barretina auf dem Kopf.

A la Une